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- Beschreibung
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Porträt
Ein Salbei, bei dem niemand zuerst an Salbei denkt
Der botanische Name lautet Salvia hispanica L. Damit gehört Chia tatsächlich zur Gattung Salvia, den Salbeien, und zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Botanisch ist Chia also verwandt mit Pflanzen, die bereits am Gewürztisch sitzen: Salbei, Rosmarin, Thymian, Oregano, Majoran, Basilikum und Minze. Geschmacklich geht Chia allerdings einen vollkommen anderen Weg: Statt kräftiger ätherischer Kräuteraromen besitzen die kleinen Körnchen einen milden und eher zurückhaltenden Charakter.
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Salvia hispanica reicht von Mexiko bis Guatemala; die Pflanze wächst einjährig im subtropischen Florenraum. Heute wird Chia auch in anderen Ländern kultiviert. Aus Indien stammen auch unsere Chiasamen.
Chia ist eine aufrecht wachsende krautige Pflanze, die wie viele Lippenblütler gegenständige Blätter mit gesägten Rändern, einen kantigen Stängel und Lippenblüten besitzt. Die Blüten erscheinen meist blau bis violett. Nach der Blüte entstehen die winzigen dunklen und hellen Körnchen, die wir als Chiasamen kennen.
SteckbriefUnsere Chiasamen
- Botanischer Name
- Salvia hispanica L.
- Deutscher Name
- Chia
- Handelsbezeichnung
- Chiasamen schwarz/weiß, ganz
- Pflanzenfamilie
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Wuchsform
- einjährige krautige Pflanze
- Verwendeter Teil
- handelsüblich „Samen“; botanisch kleine einsamige Teilfrüchte (Nüsschen)
- Form
- ganz und getrocknet
- Farbe
- schwarz, grau beziehungsweise gesprenkelt und weiß
- Herkunft
- Indien
- Natürliches Verbreitungsgebiet
- Mexiko bis Guatemala
- Geschmack
- mild · zurückhaltend · leicht nussig
Schwarz und weiß – dieselbe Art
WissenSind Chiasamen botanisch wirklich Samen?
Im Handel und nach EU-Lebensmittelrecht heißen sie selbstverständlich Chiasamen. Botanisch betrachtet entsteht bei Salvia jedoch eine Frucht, die sich in mehrere kleine Teilfrüchte aufteilt, sogenannte Nüsschen oder Nutlets. Jedes dieser kleinen Nüsschen enthält wiederum einen einzelnen eigentlichen Samen. Eine botanische Untersuchung beschreibt für Salvia hispanica vier solcher Nüsschen pro Blüte. Für Produktname und Zutatenliste bleiben wir bei der allgemein verständlichen und vorgeschriebenen Bezeichnung: Chiasamen (Salvia hispanica).
Schwarz und weiß, dieselbe Art: Chiasamen können unterschiedlich gefärbt sein: schwarz, dunkelgrau, grau gesprenkelt oder weißlich. Die Farben gehören zur natürlichen Variabilität innerhalb von Salvia hispanica; botanische Beschreibungen nennen sowohl dunkel gesprenkelte als auch weiße Formen. Unsere Mischung aus schwarzen und weißen Chiasamen braucht deshalb keine künstliche Färbung, die Unterschiede entstehen bereits an der Pflanze.
Aus einem trockenen Korn wird in kurzer Zeit ein Küchenelement im Gelmantel.
VorgeschmackFür Chia-Pudding, Porridge, Müsli, Smoothies und Backwaren.
Mehr dazu unter Verwendung →SensorikDas kleine Korn, das plötzlich einen Mantel bekommt
Die wohl auffälligste Eigenschaft zeigt Chia erst bei Kontakt mit Wasser: Nach kurzer Zeit entsteht rund um jedes Körnchen eine transparente gelartige Hülle. Verantwortlich dafür sind natürlich vorkommende Schleimstoffe, die man Mucilage nennt. Botanisch spricht man bei Pflanzen, deren Früchte beziehungsweise Samen bei Feuchtigkeit Schleim bilden, von Myxokarpie beziehungsweise Myxospermie. Bei Chia ist dieser Effekt besonders deutlich ausgeprägt.
Geschmacklich besitzt Chia ein eher mildes Aromaprofil: zurückhaltende Nussnoten, milde Saatenaromen, kaum ausgeprägte Süße und keine intensive Kräuterwürze. Gerade diese Zurückhaltung erklärt die große kulinarische Vielseitigkeit. Chia verändert häufig weniger den eigentlichen Geschmack eines Gerichtes als vielmehr dessen Textur, und genau darin liegt seine Besonderheit.
Häufig gefragt
Nein. Beide Farbformen gehören zu Salvia hispanica. Die Körnchen können dunkel, grau gesprenkelt oder hell bis weiß erscheinen.
Ja. Salvia hispanica gehört zur selben botanischen Gattung wie viele Salbeiarten und zur Familie der Lippenblütler.
Nicht zwingend in jeder Küchenanwendung. Sie können zum Beispiel auch Bestandteil von Brot oder Saatenmischungen sein. Bei trocken verwendeten, nicht vorgequollenen Samen sollte jedoch auf ausreichend Flüssigkeit geachtet werden.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Chiasamen in der Küche
Ganze Chiasamen eignen sich für Chia-Pudding, Porridge, Müsli, Joghurt, Bowls, Smoothies, Brot, Brötchen, Muffins, Kekse, Pancakes, Müsliriegel, Fruchtzubereitungen, Desserts, Salate und Saatenmischungen.
Chia-Pudding, die Quellfähigkeit wird zum Rezept: Eine der bekanntesten Anwendungen nutzt genau die natürliche Gelbildung. Chiasamen werden in Flüssigkeit eingerührt und anschließend quellen gelassen. Geeignet sind zum Beispiel Milch, pflanzliche Drinks, Joghurtzubereitungen und Fruchtzubereitungen. Nach ausreichender Quellzeit entsteht eine löffelbare, gelartige Konsistenz. Das Prinzip kommt ganz ohne Gelatine oder andere Geliermittel aus.
Für Porridge, Müsli und Bowls: Chiasamen können direkt untergemischt oder vorher gequollen verwendet werden. Trocken bleiben die Körnchen zunächst knackiger, gequollen werden sie weicher und erhalten ihre typische gelartige Oberfläche.
Für Backwaren: Chia lässt sich in Brot, Brötchen, Muffins, Kekse und Pancakes integrieren. Die Samen können dabei entsprechend dem jeweiligen Rezept verwendet werden.
Als pflanzliche Bindekomponente: Durch ihre Gelbildung können gequollene Chiasamen auch dazu beitragen, Zutaten miteinander zu verbinden. Ein häufig verwendetes Küchenprinzip lautet: Chia, Flüssigkeit, Quellzeit. Das eröffnet Anwendungen zum Beispiel für pflanzliche Teige, Bratlinge, Desserts und dickere Fruchtzubereitungen. Weil das Ergebnis stark vom jeweiligen Rezept abhängt, geben wir keine starre „Ei-Ersatz“-Formel vor.
Ausreichend Flüssigkeit gehört dazu: Chia besitzt eine ausgeprägte Quellfähigkeit. Wer die Samen nicht vorgequollen verwendet, sollte sie deshalb mit ausreichend Flüssigkeit beziehungsweise als Bestandteil einer ausreichend feuchten Speise verzehren, und nicht trocken löffelweise essen.
Passt besonders zu Chia-Pudding · Porridge & Müsli · Joghurt & Bowls · Smoothies · Brot & Backwaren · Desserts · Saatenmischungen - Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Chiasamen (Salvia hispanica), ganz und getrocknet. Keine weiteren Zutaten.
Herkunft IndienFarbe schwarz/weiß beziehungsweise natürlich gesprenkeltForm ganzQualitätWas passiert beim Quellen?
Die Oberfläche der Körnchen bildet bei Kontakt mit Wasser eine schleimartige, transparente Schicht. Dadurch vergrößert sich das Volumen, die Textur verändert sich und es entsteht eine gelartige Masse. Die Körnchen selbst bleiben dabei meist noch als kleine dunkle beziehungsweise helle Punkte sichtbar. Diese Gelbildung ist eine natürliche Eigenschaft des Rohstoffs und benötigt keinerlei zugesetzte Verdickungsmittel.
Naturbelassen und ohne Zusätze: Bei unserem Produkt bedeutet das: Chiasamen, ganz und getrocknet, sonst nichts. Keine Extrakte, keine Trägerstoffe, keine zugesetzten Aromen, kein zugesetzter Zucker, keine weiteren Zutaten.
Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach dem Öffnen wieder sorgfältig verschließen und insbesondere vor Feuchtigkeit schützen. Da Chiasamen bei Kontakt mit Wasser unmittelbar quellen, sollte die Ware trocken gehalten werden. Abgefüllt im wiederverschließbaren, lichtgeschützten Aromaschutzbeutel mit Wasserdampfsperre.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.