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- Beschreibung
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Porträt
Das „kleine Grün"
Manchmal trägt ein wissenschaftlicher Name seine ganze Geschichte bereits in sich. Chlorella setzt sich aus dem griechischen chloros für „grün" und der lateinischen Verkleinerungsendung -ella zusammen – sinngemäß also: das kleine Grün. Passender könnte der Name kaum sein. Eine einzelne Chlorella-vulgaris-Zelle ist nur wenige Mikrometer groß, annähernd kugel- bis eiförmig und mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Erst unter dem Mikroskop wird sichtbar, dass das intensive Grün eines Chlorellapulvers aus unzähligen einzelnen grünen Zellen entstanden ist – ein ganzes Lebensmittel aus Zellen, die einzeln für unser Auge unsichtbar bleiben.
SteckbriefUnsere Chlorella
- Wissenschaftlicher Name
- Chlorella vulgaris Beijerinck
- Handelsname
- Chlorella
- Biologische Gruppe
- einzellige Grünalge
- Abteilung
- Chlorophyta
- Verwendet wird
- getrocknete Algenbiomasse
- Form
- Pulver
- Farbe
- intensiv grün
- Herkunft
- «laut aktueller Lieferantenspezifikation»
- Kultivierung
- «laut Spezifikation»
Mikroalge
WissenEine echte Alge – und damit keine Spirulina
Chlorella und Spirulina stehen im Handel häufig nebeneinander, gehören biologisch jedoch in vollkommen unterschiedliche Gruppen. Chlorella vulgaris ist eine eukaryotische Grünalge aus der Abteilung Chlorophyta – ihre Zellen besitzen also einen Zellkern und gehören zur grünen Pflanzenlinie. Spirulina beziehungsweise Arthrospira platensis gehört dagegen zu den Cyanobakterien. Beide tragen dieselbe Farbe, aber nicht denselben Stammbaum.
WissenEin grüner Teich bei Delft
Die wissenschaftliche Geschichte von Chlorella vulgaris beginnt anschaulich: Der niederländische Mikrobiologe Martinus Willem Beijerinck untersuchte 1889 Wasser aus einem flachen Teich nahe Delft, das durch mikroskopische Algen auffällig grün gefärbt war. 1890 beschrieb er daraus Chlorella vulgaris wissenschaftlich – die Art ist bis heute die Typusart der Gattung Chlorella. Weil sie einzellig und gut kultivierbar ist, wurde sie später intensiv für die Erforschung von Photosynthese und Zellstoffwechsel verwendet; die großtechnische Kultivierung begann in den 1960er-Jahren in Japan. Damit besitzt diese winzige Alge eine interessante Doppelgeschichte: erst Forschungsobjekt, später Lebensmittelrohstoff.
SensorikWie schmeckt Chlorella?
Charakteristisch pflanzlich.
Häufig gefragt
Nein. Beide werden als grüne Mikroalgenprodukte verkauft, biologisch unterscheiden sie sich jedoch deutlich. Chlorella vulgaris ist eine echte einzellige Grünalge mit Zellkern. Spirulina beziehungsweise Arthrospira platensis gehört dagegen zu den Cyanobakterien.
Der Name verbindet chloros für „grün" mit der verkleinernden Endung -ella. Sinngemäß bedeutet Chlorella damit etwa „das kleine Grün" – passend zu den nur wenige Mikrometer großen grünen Einzelzellen.
Nein. Getrocknete Biomasse von Chlorella vulgaris und mehreren verwandten Chlorella-Arten wurde im EU-Konsultationsverfahren ausdrücklich als nicht neuartig eingestuft. Für Chlorella ist eine Lebensmittelverwendung in der EU bereits vor dem 15. Mai 1997 dokumentiert.
Sie kann als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden, muss es aber nicht. Die dokumentierte Verwendung umfasst auch die getrocknete Biomasse als gewöhnliche Lebensmittelzutat, etwa in Getränken, Pasta oder Backwaren. Unser Chlorella-Pulver führen wir deshalb als Lebensmittel.
Das lässt sich anhand der aktuell verfügbaren Angaben nicht verlässlich bestätigen. Deshalb verwenden wir die am Markt verbreitete Aussage „broken cell wall" beziehungsweise „aufgeschlossene Zellwand" derzeit nicht.
Chlorella kann biologisch nutzbares Vitamin B12 enthalten. Der tatsächliche Gehalt hängt jedoch vom konkreten Rohstoff ab. Ohne einen belastbaren aktuellen Analysenwert bewerben wir unser Produkt nicht als Vitamin-B12-Quelle.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Chlorella in der Küche
Chlorella besitzt eine intensive grüne Farbe und einen charakteristischen pflanzlich-algigen Eigengeschmack. Das Pulver lässt sich in kalte Speisen und Getränke einrühren.
Passt besonders zu Smoothies · Säfte und andere Getränke · Bowls · Joghurt oder pflanzliche Alternativen · Dressings · Dips · Aufstriche · grüne Pasta- und TeigideenMenge
Nach Geschmack zunächst sparsam verwenden. Chlorella ist bei uns ein Lebensmittel und kein dosiertes Nahrungsergänzungsmittel; für einen Smoothie oder ein Dressing braucht es keine feste Tagesmenge, sondern eine Küchenmenge, die geschmacklich zur jeweiligen Zubereitung passt.
- Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Chlorella (Chlorella vulgaris). Keine weiteren Zutaten laut derzeitiger Lieferantenangabe.
Herkunft «laut aktueller Spezifikation»Kultivierung / Trocknung «laut Spezifikation»QualitätGanze Biomasse – kein Extrakt
Unser Produkt besteht aus Chlorella-Biomasse: kein Chlorophyll-Extrakt, kein isoliertes Protein, kein Extrakt einzelner Pflanzenstoffe. Ein einfacher Satz reicht deshalb: Chlorella – getrocknet und pulverisiert.
Jede Rohstoffgruppe unserer Kräuterfamilie hat dabei ihre eigene Expertenfrage: Bei Pilzen fragen wir nach Fruchtkörper oder Myzel, bei Kräutern nach Pflanze und Pflanzenteil. Bei Chlorella kommt eine weitere Frage hinzu: Wie wurde die Zellwand behandelt? Chlorella vulgaris besitzt eine vergleichsweise widerstandsfähige Zellwand, und im Handel finden sich deshalb häufig Begriffe wie „broken cell wall" oder „aufgeschlossene Zellwand". Für unseren konkreten Rohstoff liegt uns dazu noch keine belastbare Angabe vor – deshalb bewerben wir diesen Punkt aktuell nicht.
Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach dem Öffnen wieder gut verschließen und vor Feuchtigkeit sowie Fremdgerüchen schützen.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.