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Porträt
Eine „Erika“, die botanisch keine Erica ist
Manche Pflanzennamen sind genauer als andere. „Erikablüte“ gehört zu denjenigen, bei denen sich ein genauer Blick lohnt: Botanisch stammen unsere Blüten von Calluna vulgaris, der Gewöhnlichen Besenheide. Sie gehört zwar wie die eigentlichen Erikapflanzen zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae), bildet aber eine eigene Gattung – Calluna – und diese Gattung besitzt sogar nur eine einzige heute anerkannte Art.
Der alte Name „Erika“ ist trotzdem nicht einfach falsch aus der Luft gegriffen: Auch in der botanischen Geschichte wurde die Pflanze früher zur Gattung Erica gestellt, und in der traditionellen Drogenbezeichnung begegnet uns bis heute Ericae flos für die Heidekrautblüte. So erzählt bereits der Name ein kleines Stück davon, wie sich botanisches Wissen im Laufe der Zeit verändert.
SteckbriefUnsere Erikablüten
- Botanischer Name
- Calluna vulgaris (L.) Hull
- Deutscher Name
- Besenheide / Heidekraut
- Handelsbezeichnung
- Erikablüten
- Traditionelle Drogenbezeichnung
- Ericae flos
- Verwendeter Teil
- Blüten
- Form
- gerebelt
- Herkunft
- «laut Galke-Spezifikation»
- Geschmack
- mild · leicht herb bis bitter
Blüten
WissenWenn eine Landschaft rosa wird
Die Besenheide ist kein großer Strauch. Sie wächst niedrig, stark verzweigt und immergrün auf nährstoffarmen, häufig sauren Böden. Heiden, lichte Wälder und Moorbereiche gehören zu ihren typischen Lebensräumen. Im Spätsommer und Herbst erscheinen ihre kleinen rosa bis violettfarbenen Blüten in großer Zahl.
Eine einzelne Blüte ist unscheinbar. Tausende gemeinsam können eine Landschaft verändern. Genau darin liegt vielleicht der besondere Charakter der Heide: Ihre Wirkung entsteht nicht aus Größe, sondern aus Wiederholung. Aus vielen kleinen Blüten wird jene farbige Fläche, die wir mit Heidelandschaften verbinden.
VorgeschmackBesonders schön im Kräuteraufguss und als sparsame Dekoration auf Salaten und Desserts.
Mehr dazu unter Verwendung →SensorikWie schmecken Erikablüten?
Erikablüten gehören sensorisch eher zu den leisen Blüten. Sie besitzen kein intensives ätherisches Aroma wie Lavendel und keine ausgeprägte Süße. Ihr Charakter ist zurückhaltend, pflanzlich und leicht herb. Gerade dadurch können sie gut mit anderen Kräutern und Blüten kombiniert werden, ohne eine Mischung vollständig zu bestimmen.
TraditionWarum sie Besenheide heißt
Auch ihr zweiter deutscher Name erzählt von einer ganz praktischen Beziehung zwischen Mensch und Pflanze. Die kräftigen, verzweigten Triebe der Heide wurden früher zum Herstellen von Besen verwendet. Selbst der Gattungsname Calluna wird mit dem griechischen kallynō – „fegen“ beziehungsweise „reinigen“ – in Verbindung gebracht.
Damit vereint die Pflanze gleich zwei sehr verschiedene Bilder: unten der einfache Besen des Alltags, oben ein Meer aus kleinen Blüten. Und ausgerechnet diese Blüten sind es, die wir für unser Produkt verwenden.
Häufig gefragt
Umgangssprachlich ja – botanisch genauer stammen sie von der Besenheide Calluna vulgaris. Sie gehört zur Familie der Heidekrautgewächse, aber zur eigenen Gattung Calluna. Historisch wurde die Pflanze früher auch der Gattung Erica zugerechnet, weshalb Bezeichnungen wie „Erikablüte“ und Ericae flos bis heute erhalten geblieben sind.
Beim Rebeln werden die feinen Blütenanteile von gröberen Stängelbestandteilen getrennt. Die Blüten bleiben dabei als solche erkennbar und werden nicht zu Pulver vermahlen.
Ja. Calluna vulgaris besitzt eine traditionelle Verwendung als Kräuteraufguss.
Die Blüten können auch als essbare Dekoration für Speisen verwendet werden, sparsam eingesetzt, etwa über Salaten oder Desserts.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Erikablüten für Tasse und Küche
Gerebelte Erikablüten eignen sich besonders für Kräuteraufgüsse und als Bestandteil von Blüten- und Kräutermischungen.
Für einen Kräuteraufguss
Eine kleine Menge Erikablüten mit heißem Wasser übergießen und nach persönlichem Geschmack ziehen lassen.
Auch auf dem Teller
Die Blüten können außerdem sparsam als essbare Dekoration verwendet werden – beispielsweise auf Salaten, Desserts, Käseplatten oder anderen Gerichten, bei denen kleine natürliche Blütenakzente gewünscht sind. Auch hier gilt: Sie sollen ein Gericht begleiten, nicht überdecken.
- Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Erikablüten / Besenheideblüten (Calluna vulgaris). Keine weiteren Zutaten.
Verwendeter Pflanzenteil BlütenHerkunft DeutschlandQualitätWas bedeutet „gerebelt“?
Beim Rebeln werden die Blüten beziehungsweise gewünschten feinen Pflanzenteile von gröberen Stängelanteilen getrennt. Das Ergebnis ist kein Pulver und kein Extrakt, sondern der weiterhin erkennbare pflanzliche Rohstoff in lockerer Form. Bei unserem Produkt bedeutet das: Besenheideblüten, gerebelt – sonst nichts. Keine Extrakte, keine Trägerstoffe, keine Aromen, keine weiteren Zutaten.
Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach dem Öffnen wieder gut verschließen und vor Feuchtigkeit sowie Fremdgerüchen schützen.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.