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Porträt
Ein Name, der ein Schreibfehler ist
„Ginkgo“ ist die vielleicht berühmteste Tippfehler-Geschichte der Botanik. Auf Chinesisch heißt der Baum yínxìng, „Silberaprikose“, nach den Samen mit ihrer fleischigen Hülle; im Japanischen wurde daraus ginkyō. Als der deutsche Arzt und Forschungsreisende Engelbert Kaempfer den Baum um 1690 in Japan sah und ihn 1712 veröffentlichte, schrieb er „Ginkgo“. Linné übernahm die Schreibweise, und dabei blieb es. Weil der Baum in Japan an Tempeln gepflanzt wurde, heißt er auch Japanischer Tempelbaum. Goethe widmete ihm im September 1815 das Gedicht „Ginkgo biloba“ und schickte es zusammen mit einem Ginkgoblatt an Marianne von Willemer.
Der heute akzeptierte Name lautet Ginkgo biloba L. Die Art gehört zur Familie Ginkgoaceae und zur Ordnung Ginkgoales und ist die einzige heute lebende Art ihrer Gattung; die Gattung wiederum ist die einzige lebende Gattung ihrer Familie. Ginkgo steht damit fast allein für eine Pflanzenlinie, die in früheren Erdzeitaltern wesentlich vielfältiger war. Man nennt ihn deshalb ein „lebendes Fossil“: Gemeint ist nicht, dass er sich seit Millionen Jahren nicht verändert hätte, sondern seine außergewöhnliche Evolutionsgeschichte. Fossile Verwandte kennt man aus sehr alten Erdzeitaltern, übrig geblieben ist nur diese eine Art.
Der Baum wird dreißig bis vierzig Meter hoch und ist zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Bäume. Seine Heimat liegt in China, für das natürliche Vorkommen wird besonders Zhejiang genannt; heute wird er weltweit kultiviert. Aus China stammen auch unsere Ginkgoblätter.
SteckbriefUnsere Ginkgoblätter
- Botanischer Name
- Ginkgo biloba L.
- Deutscher Name
- Ginkgo, Ginkgobaum, Fächerblattbaum
- Pflanzenfamilie
- Ginkgoaceae (Ordnung Ginkgoales)
- Pflanzengruppe
- Gymnospermen (Nacktsamer)
- Verwendeter Teil
- Blätter
- Form
- getrocknet, geschnitten
- Herkunft
- China
Das Fächerblatt – im Herbst leuchtend gelb
WissenSieht aus wie ein Laubbaum, ist aber keiner
Ginkgo besitzt breite Blätter und wirft sie im Herbst ab, dann färben sie sich intensiv gelb. Botanisch gehört er jedoch nicht zu den Bedecktsamern, zu denen Laubbäume wie Buche, Ahorn oder Eiche zählen, sondern zu den Nacktsamern (Gymnospermen), also zur Verwandtschaft der Nadelbäume. Und trotzdem trägt er keine Nadeln, sondern Fächer.
Die Blätter sind fächerförmig, lang gestielt, auffällig geadert und häufig mehr oder weniger zweigeteilt. Darauf verweist der Artname biloba, „zweilappig“. Nicht jedes Blatt ist deutlich in zwei Lappen geteilt, die charakteristische Fächerform bleibt aber typisch.
Der Name „Ginkgo“ ist ein Schreibfehler, der in der Botanik hängen blieb.Häufig gefragt
Nein. Es sind ausschließlich getrocknete und geschnittene Ginkgoblätter. Standardisierte oder konzentrierte Ginkgoextrakte sind stofflich etwas anderes und dürfen nicht mit unserem Produkt gleichgesetzt werden.
Nicht für Kinder, Schwangere und Stillende. Wer Arzneimittel einnimmt, insbesondere blutgerinnungshemmende Mittel, oder an Blutgerinnungsstörungen leidet oder vor einer Operation steht, verwendet Ginkgoblätter nur nach ärztlicher Rücksprache.
Der Artname bezieht sich auf die häufig zweilappige Gestalt der fächerförmigen Blätter.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Verwendung
Ginkgoblätter als Pflanzenrohstoff
Ginkgoblätter sind ein Pflanzenrohstoff und kein klassisches Küchenkraut. Die geschnittenen Blätter lassen sich als Bestandteil eigener Kräutermischungen verwenden. Eine Zubereitungs- oder Verzehrempfehlung geben wir bewusst nicht, denn die Zusammensetzung natürlicher Ginkgoblätter lässt sich nicht mit standardisierten Ginkgoextrakten gleichsetzen.
- Zusammensetzung
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Wichtiger Hinweis
Ginkgoblätter enthalten natürlicherweise Ginkgolsäuren. Die Sicherheit einer regelmäßigen Verwendung in Lebensmitteln ist nicht ausreichend untersucht. Nicht für Kinder, Schwangere und Stillende. Bei Einnahme von Arzneimitteln, insbesondere blutgerinnungshemmenden Mitteln, bei Blutgerinnungsstörungen und vor Operationen nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden. Nicht in größeren Mengen oder dauerhaft verwenden. Bei Beschwerden oder allergischen Reaktionen nicht weiter verwenden.
Rohstoff100 % Ginkgoblätter (Ginkgo biloba), getrocknet und geschnitten. Keine weiteren Zutaten.
Herkunft ChinaForm getrocknet, geschnittenQualitätKein Ginkgoextrakt
Nach der Trocknung werden die Ginkgoblätter mechanisch zerkleinert. Dabei entsteht kein feines Pulver, die natürliche Blattstruktur bleibt zumindest teilweise sichtbar. Unser Produkt besteht aus den getrockneten, geschnittenen Blättern. Es ist kein konzentrierter oder standardisierter Extrakt, kein Isolat, keine Kapselzubereitung und keine zusammengesetzte Mischung. Laut Herstellerspezifikation ist die Ware nicht gentechnisch verändert und nicht bestrahlt.
Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern, nicht über 25 °C. Nach dem Öffnen sorgfältig verschließen und vor Feuchtigkeit sowie Fremdgerüchen schützen. Abgefüllt im wiederverschließbaren, lichtgeschützten Aromaschutzbeutel.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.