Labkraut echt, geschnitten, aromaschonend verpackt für die Küche

Das Echte Labkraut (Galium verum) gehört zu jenen heimischen Wildpflanzen, deren Name bereits ein Stück Kulturgeschichte erzählt. Im Sommer trägt die Pflanze zahlreiche kleine, leuchtend gelbe Blüten, die einen auffallend süßlich-honigartigen Duft entwickeln können.

Als getrocknetes Kraut zeigt sich Labkraut geschmacklich wesentlich zurückhaltender: krautig, mild-herb und leicht heuartig. Traditionell lässt sich das geschnittene Kraut insbesondere für Kräuteraufgüsse verwenden – pur oder als Bestandteil eigener Teemischungen. Und wer etwas tiefer in seine Geschichte eintaucht, entdeckt eine überraschende Verbindung zur Küche: Labkraut wurde früher tatsächlich bei der Käseherstellung verwendet.

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Beschreibung
Porträt

Ein Wiesenkraut mit einem überraschenden Verwandten

Das Echte Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Damit ist das zarte europäische Wiesenkraut botanisch mit einer Pflanze verwandt, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher erscheinen könnte: dem Kaffeestrauch.

Typisch für das Echte Labkraut sind seine schmalen, quirlförmig um den Stängel angeordneten Blätter und die zahlreichen kleinen goldgelben Blüten. Die mehrjährige Pflanze wächst bevorzugt an sonnigen Standorten wie Wiesen, Magerrasen, Böschungen, Wegrändern und trockenen Säumen. Zur Blütezeit kann sie einen charakteristischen süßlichen, teilweise honigartig beschriebenen Duft entwickeln.

Steckbrief

Unser Labkraut

Botanischer Name
Galium verum L.
Deutscher Name
Echtes Labkraut
Weitere Namen
Gelbes Labkraut, Käselabkraut
Verwendeter Pflanzenteil
Kraut
Form
getrocknet, geschnitten
Herkunft
Ungarn, Wildsammlung
Geschmack
krautig · mild-herb · leicht heuartig
Echtes Labkraut, Illustration Kraut
Wissen

Warum duften Blüten und Tee unterschiedlich?

Eine interessante Besonderheit des Echten Labkrauts ist die Differenz zwischen dem Duft der blühenden Pflanze und dem Geschmack des getrockneten Krautes. Die kleinen gelben Blüten können einen überraschend intensiven, süßlichen bis honigartigen Duft entwickeln. Der Kräuteraufguss selbst bleibt dagegen wesentlich zurückhaltender und zeigt eher grasige, krautige, feinherbe und heuartige Nuancen. Pflanzenduft und Geschmack müssen eben keineswegs dasselbe sein.

Sensorik

Wie schmeckt Labkraut?

Zurückhaltend: krautig, mild-herb und leicht heuartig, mit einer feinen grasigen Note. Damit unterscheidet sich Labkraut deutlich von stark aromatischen Teekräutern wie Pfefferminze, Fenchel oder Salbei – gerade das macht es interessant für alle, die milde Kräuteraufgüsse mögen.

Tradition

Milch, Käse und Marienstroh – woher der Name kommt

Der Name „Labkraut" hat tatsächlich etwas mit Lab und Käse zu tun. Verschiedene Labkraut-Arten enthalten ein pflanzliches Ferment, das traditionell genutzt wurde, um Milch zum Gerinnen zu bringen – ganz ähnlich wie das tierische Lab aus dem Kälbermagen. Auch der wissenschaftliche Gattungsname Galium geht auf das griechische gala, „Milch", zurück. Für die Herstellung von englischem Chesterkäse wird das Kraut bis heute verwendet: Die Farbstoffe seiner Blüten geben dem Käse seine gelblich-orange Farbe und tragen zu seinem besonderen Geschmack bei.

Daneben trägt das Echte Labkraut eine zweite, unabhängige Namensspur: alte Bezeichnungen wie Liebfrauenstroh oder Muttergottes Bettstroh. Sie verweisen auf eine andere Verwendung – als weiches, duftendes Füllmaterial für Betten und Matratzen, verknüpft mit volkstümlichen Bildern rund um Maria. Zwei ganz verschiedene Alltagsrollen also, die sich beide im Namen desselben Krauts erhalten haben: einmal in der Käseküche, einmal im Bett.

Genauigkeit

Verwandt, aber nicht identisch

Zur Gattung Galium gehören zahlreiche Labkraut-Arten, darunter das Wiesen-Labkraut (Galium mollugo, überwiegend weiß blühend), das Kletten-Labkraut (Galium aparine, mit kleinen Widerhaken) und der bekannte Waldmeister (Galium odoratum) mit seinem ganz eigenen aromatischen Charakter. Diese Pflanzen sind botanisch miteinander verwandt, sollten aber nicht als austauschbare Rohstoffe betrachtet werden. Unser Produkt besteht ausdrücklich aus Galium verum L., dem Echten Labkraut.

Häufig gefragt

Nein. Alle drei gehören zur Gattung Galium und sind miteinander verwandt, aber unterschiedliche Arten mit eigenem Charakter. Unser Produkt besteht ausschließlich aus Galium verum, dem Echten Labkraut.

Der Name geht auf ein pflanzliches Ferment zurück, das traditionell zum Gerinnen von Milch bei der Käseherstellung genutzt wurde – ähnlich wie tierisches Lab. Auch der wissenschaftliche Gattungsname Galium nimmt darauf Bezug: Er stammt vom griechischen gala, „Milch".

Neben dem Kräuteraufguss hat Labkraut eine kulinarische Nebenrolle, etwa zum Aromatisieren oder Färben. Bei uns bekommt eindeutig die Teetasse die Hauptrolle – deshalb führen wir Labkraut als Tee-Kraut und nicht als klassisches Küchengewürz.

Nein. Für Echtes Labkraut besteht keine etablierte europäische Arzneipflanzen-Monographie mit anerkanntem Anwendungsgebiet. Wir bieten es als traditionsreiches Wildkraut für einen charaktervollen Kräuteraufguss an, ohne medizinische Wirkversprechen.

Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
Zubereitung

Labkraut als Kräuteraufguss

Geschnittenes Echtes Labkraut lässt sich als einfacher Kräuteraufguss zubereiten. Als geschmackliche Orientierung: 1–2 Teelöffel auf etwa 250 ml Wasser, mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen und 5–10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, anschließend abseihen. Menge und Ziehzeit können nach persönlichem Geschmack angepasst werden.

Pur oder kombiniert mit Melisse · Zitronenverbene · Minze · Brennnessel · Hagebutte · Apfel · Rosenblüten · Kamille · Lavendel
Zusammensetzung
Rohstoff

100 % Echtes Labkraut (Galium verum L.), getrocknet und geschnitten. Keine weiteren Zutaten.

Verwendeter Pflanzenteil Kraut
Herkunft Ungarn, Wildsammlung
Qualität

Pflanze statt isolierter Wirkstoff

Echtes Labkraut enthält verschiedene natürliche Pflanzenstoffe, unter anderem Iridoidglykoside wie Asperulosid und Monotropein, Flavonoide und weitere phenolische Verbindungen. Die Zusammensetzung eines Naturproduktes kann abhängig von Standort, Erntezeitpunkt, Pflanzenteilen, Trocknung und Charge variieren. Unser Produkt besteht aus dem geschnittenen und getrockneten Kraut – weder um einen Extrakt noch um ein auf einzelne Pflanzenstoffe standardisiertes Präparat.

Echtes Labkraut,

Lagerung: Kühl, trocken, lichtgeschützt und gut verschlossen lagern. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können Farbe, Schnitt, Duft und Geschmack zwischen einzelnen Chargen leicht variieren.

Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.