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Porträt
Das Kraut mit den vielen Küchennamen
Majoran heißt in der deutschen Küche Wurstkraut, Kuttelkraut oder Bratenkräutel; regional auch Mairan, Meiran oder Miran, und gelegentlich sogar Badkraut. Der Name Wurstkraut stammt nicht aus der Botanik, sondern aus der Küche: In Süddeutschland ist Majoran eine wichtige Zutat vieler Bratwurstsorten. Heute passt er ebenso zu Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Pilzen, Gemüse, Suppen und vegetarischen Gerichten. Das ehemalige „Wurstkraut“ ist längst ein vielseitiges Küchenkraut.
Die Wildform des Majorans stammt aus Kleinasien, aus der Türkei und von Zypern. Dort wächst er am natürlichen Standort als mehrjähriger Halbstrauch. In Mitteleuropa ziehen wir ihn meist nur einjährig, weil er nicht ganz winterhart ist. Carl von Linné beschrieb die Art 1753. Unser Majoran stammt aus Polen.
Majoran gehört wie Oregano zur Gattung Origanum, den Dosten, und zur Familie der Lippenblütler. Die Phenole, die dem Oregano sein charakteristisches Aroma geben, fehlen dem Majoran. Deshalb schmeckt er milder, wärmer und weicher, und beide Kräuter sind verwandt, aber nicht austauschbar.
Auch kulturgeschichtlich hat Majoran einen festen Platz: In Griechenland soll es üblich gewesen sein, frisch Vermählten Girlanden aus Majoran umzulegen, als Symbol der Glückseligkeit.
SteckbriefUnser Majoran
- Botanischer Name
- Origanum majorana L.
- Deutscher Name
- Majoran, Gartenmajoran
- Traditionelle Bezeichnung
- Wurstkraut
- Pflanzenfamilie
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Verwendeter Teil
- Kraut (Blätter und krautige Pflanzenteile)
- Form
- getrocknet, gerebelt
- Herkunft
- Polen
- Ursprüngliche Heimat
- Kleinasien (Türkei, Zypern)
- Geschmack
- warm · würzig · aromatisch · leicht süßlich · mild-herb
Majoran – weiche, graugrüne Blätter und kleine Blüten
WissenVerwandt, aber nicht austauschbar
Majoran (Origanum majorana) und Oregano (Origanum vulgare) stehen sich botanisch ausgesprochen nahe. Geschmacklich gehen sie trotzdem unterschiedliche Wege: Oregano wirkt meist kräftiger, herber und markanter, Majoran dagegen milder, wärmer und weicher. Welches der beiden Kräuter besser passt, hängt vom Gericht ab: Für Kartoffeln, Hülsenfrüchte und milde Eintöpfe ist Majoran häufig die feinere Wahl.
Aus dem „Wurstkraut“ wurde ein Kraut für Kartoffeln, Bohnen und Pilze.
VorgeschmackBesonders schön zu Kartoffeln, Suppen und Eintöpfen.
Mehr dazu unter Verwendung →SensorikWie schmeckt Majoran?
Warm und würzig, mit leichter Süße und milder Herbheit. Im Vergleich zum Oregano wirkt Majoran meist weicher, weniger scharf und weniger dominant. Er kann ein Gericht begleiten, ohne alle anderen Aromen zu überdecken.
Häufig gefragt
Nein. Majoran ist Origanum majorana, Oregano ist in der Regel Origanum vulgare. Beide gehören zur selben Gattung, schmecken aber unterschiedlich: Majoran ist milder, wärmer und leicht süßlich, Oregano kräftiger und herber.
Beim Rebeln wird das getrocknete Kraut zerkleinert und von gröberen Bestandteilen getrennt. Die Pflanzenteile bleiben dabei sichtbar und werden nicht zu einem feinen Pulver vermahlen.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Majoran in der Küche
Gerebelter Majoran eignet sich besonders für Kartoffelgerichte und Kartoffelsuppen, Suppen und Eintöpfe, Gemüse- und Pilzgerichte, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen, Saucen und Füllungen, Fleisch- und Wurstgerichte, vegetarische und vegane Gerichte sowie eigene Kräuter- und Gewürzmischungen. Besonders schön harmoniert er mit Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, Pilzen, Thymian, Petersilie und Pfeffer.
Gerebelter Majoran lässt sich vor dem Gebrauch zwischen den Fingern zerreiben und direkt in Speisen geben.
Besonders schön zu Kartoffeln: Kaum eine Kombination ist in der mitteleuropäischen Küche so vertraut wie Kartoffel und Majoran, ob in Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, Püree, Aufläufen oder Kartoffelpfannen. Mit Zwiebel, Knoblauch und Pfeffer entsteht eine klassische Kräuterbasis.
Auch für pflanzliche Küche: Der Beiname „Wurstkraut“ sollte nicht täuschen: Bei Bohnen, Linsen, Pilzen, Kartoffeln und Wurzelgemüse gibt Majoran eine warme, herzhafte Kräuternote.
Passt besonders zu Kartoffeln · Suppen & Eintöpfe · Hülsenfrüchte · Pilze · Gemüse · Fleisch & Wurst · Füllungen · Kräutermischungen - Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Majoran (Origanum majorana), getrocknet und gerebelt. Keine weiteren Zutaten.
Herkunft PolenForm getrocknet, gerebeltQualitätWas bedeutet „gerebelt“?
Beim Rebeln wird das getrocknete Kraut zerkleinert und von gröberen Pflanzenteilen getrennt. Dabei entsteht kein Pulver: Die Blatt- und Krautstruktur bleibt sichtbar. Das unterscheidet gerebelten Majoran von fein gemahlener Ware. Bei unserem Produkt gilt: Majoran, getrocknet und gerebelt, ohne Extrakte, Trägerstoffe oder Aromen.
Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach dem Öffnen wieder gut verschließen und vor Feuchtigkeit sowie Fremdgerüchen schützen. Abgefüllt im wiederverschließbaren, lichtgeschützten Aromaschutzbeutel.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.