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Porträt
Eine Pflanze, die man kaum übersieht
Die Mariendistel gehört botanisch zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist damit unter anderem mit Artischocke, Löwenzahn, Sonnenblume und Kamille verwandt. Ursprünglich stammt sie vor allem aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien; inzwischen findet man sie auch in zahlreichen anderen Regionen Europas.
Die Pflanze kann eine stattliche Größe erreichen. Besonders auffällig sind ihre großen grünen Blätter mit den typischen weißlichen Zeichnungen sowie die kräftigen violett-purpurnen Blütenköpfe. Nach der Blüte entstehen die kleinen dunklen Früchte der Mariendistel – botanisch handelt es sich streng genommen um Achänen, umgangssprachlich hat sich jedoch die Bezeichnung Mariendistelsamen eingebürgert.
SteckbriefUnsere Mariendistelsamen
- Botanischer Name
- Silybum marianum (L.) Gaertn.
- Pflanzenfamilie
- Asteraceae – Korbblütler
- Verwendeter Pflanzenteil
- Früchte („Samen")
- Form
- geschrotet, getrocknet
- Herkunft
- Europa
- Geschmack
- leicht herb · nussig · dezent erdig
Früchte
TraditionWarum heißt sie „Mariendistel"?
Um die weißen Zeichnungen ihrer Blätter rankt sich eine alte christliche Legende: Der Überlieferung nach sollen einige Tropfen der Milch Marias auf die Blätter der Pflanze gefallen sein und die charakteristischen weißen Marmorierungen hinterlassen haben. Daraus entwickelte sich der Name Mariendistel; auch der botanische Artname marianum nimmt darauf Bezug.
Unabhängig von der Legende zeigt diese Namensgeschichte, wie lange die auffällige Pflanze bereits Bestandteil der europäischen Kulturgeschichte ist.
SensorikWie schmecken Mariendistelsamen?
Angenehm zurückhaltend: leicht herb, nussig und dezent erdig. Ihr Geschmack ist nicht dominant und harmoniert sowohl mit süßen als auch mit herzhaften Speisen – eine ursprüngliche Saat für die moderne Küche.
Häufig gefragt
Nein. Unser Produkt besteht aus geschroteten, getrockneten Mariendistelsamen. Es handelt sich nicht um einen konzentrierten oder auf Silymarin standardisierten Extrakt.
Einer alten christlichen Legende nach sollen Tropfen der Milch Marias auf die Blätter der Pflanze gefallen sein und die charakteristische weiße Marmorierung hinterlassen haben. Daraus entwickelte sich der Name, auf den auch der botanische Artname marianum Bezug nimmt.
Nein. Wir bieten geschrotete Mariendistelsamen als naturbelassenes Lebensmittel an, nicht als Arzneimittel oder standardisiertes Nahrungsergänzungsmittel.
Mariendistelöl entsteht durch Pressung der Früchte und enthält vor allem deren Fettfraktion. Unser Produkt ist der ganze, geschrotete Samen mit seiner natürlichen Zusammensetzung – beides sind unterschiedliche Lebensmittel.
Ganze Mariendistelsamen besitzen eine feste Struktur und müssten vor der Verwendung zerkleinert oder gründlich gekaut werden. Durch das Schroten lassen sie sich einfacher in Müsli, Joghurt oder andere Speisen einarbeiten.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Wie lassen sich geschrotete Mariendistelsamen verwenden?
Geschrotete Mariendistelsamen lassen sich unkompliziert in den täglichen Speiseplan integrieren. Eine kleine Menge kann einfach über das fertige Gericht gestreut oder während der Zubereitung untergemischt werden.
Passt besonders zu Müsli & Overnight Oats · Porridge · Joghurt & Quark · Smoothies · Obst- & Frühstücksbowls · Salate · Gemüsegerichte · Suppen · Brot & Brötchen · herzhaftes Gebäck · Saaten- und NussmischungenKüchenidee – Frühstücksbowl
Naturjoghurt oder eine pflanzliche Alternative mit Haferflocken, frischem Obst nach Saison und einigen Walnüssen oder Mandeln kombinieren. 1 TL geschrotete Mariendistelsamen und nach Wunsch etwas Zimt zuletzt darüberstreuen.
Herzhafte Variante
Mariendistelsamen mit Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen und Sesam zu einer Saatenmischung kombinieren und über Salate, Bowls oder Gemüse geben. Auch in selbst gebackenem Brot oder Brötchen lässt sich eine kleine Menge problemlos verarbeiten.
Als Aufguss
Traditionell werden zerkleinerte Mariendistelfrüchte auch als Aufguss verwendet – dazu 1–2 Teelöffel der geschroteten Samen mit heißem Wasser übergießen und einige Minuten ziehen lassen. Geschmacklich entsteht ein milder, leicht herber Pflanzenaufguss. Nicht alle natürlichen Bestandteile der Frucht sind gleichermaßen wasserlöslich – ein Aufguss unterscheidet sich deshalb in seiner Zusammensetzung vom Verzehr der ganzen geschroteten Samen.
- Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Mariendistelsamen (Silybum marianum), geschrotet. Keine weiteren Zutaten.
Verwendeter Pflanzenteil FrüchteHerkunft EuropaQualitätWas steckt natürlicherweise in Mariendistelsamen?
Mariendistelfrüchte besitzen eine komplexe natürliche Zusammensetzung: pflanzliches Öl, ungesättigte Fettsäuren, pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Phytosterole, Tocopherole und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Besondere Bekanntheit hat die Mariendistel aufgrund einer Gruppe natürlicherweise vorkommender Pflanzenstoffe erlangt, die unter dem Begriff Silymarin zusammengefasst werden – dazu gehören verschiedene Flavonolignane, insbesondere Silybin (Silibinin), Isosilybin, Silychristin und Silydianin. Ihre natürlichen Gehalte können abhängig von Sorte, Anbaubedingungen, Ernte und Charge schwanken.
Samen sind kein Extrakt. Unsere geschroteten Mariendistelsamen sind ein naturbelassenes Lebensmittel. Sie sind nicht mit standardisierten Mariendistel- oder Silymarin-Extrakten gleichzusetzen, wie sie in Nahrungsergänzungsmitteln oder pharmazeutischen Präparaten eingesetzt und in wissenschaftlichen Untersuchungen betrachtet werden. Bei Extrakten werden bestimmte Inhaltsstoffe gezielt konzentriert und teilweise auf definierte Gehalte standardisiert. Im geschroteten Samen dagegen bleibt die natürliche Lebensmittelmatrix mit ihren unterschiedlichen Bestandteilen erhalten.
Samen, Pulver, Extrakt oder Öl? Im Handel begegnet die Pflanze in unterschiedlichen Formen. Ganze Mariendistelsamen bleiben vollständig erhalten und müssen wegen ihrer festen Struktur meist zerkleinert oder gründlich gekaut werden. Bei geschroteten Mariendistelsamen – unserem Produkt – wurde die feste Struktur mechanisch aufgebrochen, wodurch sie sich einfacher in Lebensmittel einarbeiten lassen. Mariendistelpulver ist wesentlich feiner vermahlen und dadurch besonders leicht einzurühren. Mariendistel-Extrakte lösen dagegen bestimmte Bestandteile gezielt heraus und konzentrieren sie, teils standardisiert auf einen bestimmten Silymaringehalt – ein grundlegend anderes Produkt. Mariendistelöl schließlich entsteht durch Pressung der ölhaltigen Früchte und enthält vor allem deren Fettfraktion; die übrigen Bestandteile des ganzen Samens befinden sich darin nicht mehr in derselben Zusammensetzung. Samen und Öl sind deshalb keine austauschbaren Produkte.
Lagerung: Durch das Schroten wird die natürliche äußere Struktur der Früchte aufgebrochen – dadurch gelangen Sauerstoff und Licht leichter an die enthaltenen Fette. Geschrotete Mariendistelsamen deshalb kühl, trocken, lichtgeschützt und gut verschlossen lagern, nach dem Öffnen die Verpackung sorgfältig wieder verschließen und das Produkt möglichst zeitnah aufbrauchen.
Hinweise: Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Bei bekannter Allergie oder Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern sollte auf die Verwendung verzichtet beziehungsweise vorab fachlicher Rat eingeholt werden. Bei Schwangerschaft und Stillzeit, bestehenden Erkrankungen oder regelmäßiger Einnahme von Arzneimitteln empfiehlt es sich, die Verwendung größerer Mengen pflanzlicher Produkte vorher mit Arzt oder Apotheker abzustimmen.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.