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Porträt
Was beim Polieren übrig bleibt
Wer an Reis denkt, hat meist das weiße Korn vor Augen, das im Topf landet. Unser Öl stammt aus dem, was dabei zurückbleibt: der Kleie – den äußeren Schichten des braunen Naturreises, die beim Polieren zu weißem Reis abgetragen werden. Zu ihr gehören neben Frucht- und Samenschale auch Teile des Keimlings. In diesen Randschichten sitzt ein wesentlicher Teil des Öls im Reiskorn.
Sobald die Kleie vom Korn getrennt ist, beginnen ihre eigenen Enzyme, das enthaltene Fett zu spalten. Der Anteil freier Fettsäuren steigt, und das Öl würde später ranzig schmecken. Die Kleie muss deshalb rasch stabilisiert und weiterverarbeitet werden. Auch aus diesem Grund wird Reiskeimöl nur selten nativ angeboten, sondern in der Regel raffiniert: entschleimt, entsäuert, gebleicht und desodoriert. Das ist kein nachträglicher Kompromiss, sondern der Weg, der aus dieser Kleie ein stabiles, mild schmeckendes Speiseöl macht.
Am Ende steht ein blassgelbes, nahezu geruchloses Öl – ein deutlicher Unterschied zum gelbbraunen, kräftig riechenden Rohöl.
SteckbriefUnser Reiskeimöl
- Botanischer Ursprung
- Oryza sativa
- Ausgangsstoff
- Reiskleie
- Herstellung
- raffiniert
- Hergestellt in
- Deutschland
- Geschmack
- mild · zurückhaltend · leicht nussig
- Farbe
- blassgelb
Reiskleie – der Ausgangsstoff des Öls
WissenEin Name aus dem Reis
Reiskeimöl enthält von Natur aus Gamma-Oryzanol. Der Name klingt nach einem einzelnen Stoff; tatsächlich ist es eine Gruppe von Verbindungen – Ferulasäureester, gebunden an Pflanzensterole und verwandte Stoffe. Entdeckt wurde sie 1954 im Öl der Reiskleie und nach dem Reis benannt, dessen botanischer Gattungsname Oryza lautet. Zunächst hielt man sie für eine einzige Substanz; die Analytik zeigte später ein Gemisch aus zahlreichen Einzelverbindungen. Ähnliche Ester kommen in kleinerer Menge auch in anderen Getreiden vor – in der Reiskleie finden sie sich besonders reichlich.
VorgeschmackVon Dressing und Mayonnaise bis zum Wok.
Mehr dazu unter Verwendung →SensorikWie schmeckt Reiskeimöl?
Mild, zurückhaltend und leicht nussig. Die Desodorierung am Ende der Raffination entzieht dem Öl gezielt intensive Aromen – deshalb drängt es sich in keinem Gericht in den Vordergrund.
TraditionInari und der Reis
In Japan hatte der Reis eine eigene Gottheit. Inari, ursprünglich die Kami des Reisanbaus und einer guten Ernte, gehört bis heute zu den meistverehrten des Shintō; Inari-Schreine zählen zu den zahlreichsten des Landes, Schätzungen nennen rund 30.000. Ihr Hauptheiligtum ist der Fushimi Inari Taisha in Kyōto. Auch der Name verweist auf das Korn: Er wird vermutlich von „ine“ abgeleitet, dem japanischen Wort für die Reispflanze.
Das ist eine Geschichte über die Pflanze, aus deren Kleie unser Öl gewonnen wird – nicht über das Öl selbst.
Häufig gefragt
Ja, im Handel meinen beide Namen dasselbe Öl. Genauer ist „Reiskleieöl“: Das Öl wird aus der Kleie gewonnen, zu der neben den äußeren Schichten des Korns auch Teile des Keimlings gehören.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf der Flasche. Mit gut einem Drittel mehrfach ungesättigter Fettsäuren liegt Reiskeimöl deutlich unter Sonnenblumen-, Soja- oder Maiskeimöl und ist deshalb weniger oxidationsempfindlich als diese. Gut verschlossen sowie kühl und lichtgeschützt gelagert, hält es sich nach dem Öffnen in der Regel mehrere Monate.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Reiskeimöl in der Küche
Weil es geschmacklich zurückhaltend bleibt, lässt Reiskeimöl den Eigengeschmack der Zutaten bestehen – anders als etwa ein kräftiges Olivenöl. Das macht es zu einem vielseitigen Küchenöl: für Dressings, Marinaden und Mayonnaise, in denen ein neutraler Geschmacksträger gefragt ist, ebenso wie zum Backen.
Durch die Raffination verträgt es zudem hohe Temperaturen und eignet sich deshalb auch für die warme Küche: zum Anbraten, für den Wok und zum Frittieren.
Passt besonders zu Salate & Dressings · Mayonnaise & Aioli · Marinaden · Gemüse- und Reisgerichte · Anbraten & Wok · Frittieren · Backen - Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Reiskeimöl, raffiniert. Keine weiteren Zutaten.
Verarbeitung raffiniertHergestellt in DeutschlandQualitätAbgefüllt in dunklem Glas
Wir füllen in dunkles Glas statt Kunststoff ab, mit Gießring für kontrolliertes Dosieren. Das dunkle Glas schützt das Öl vor Licht.
NährwerteDurchschnittliche Nährwerte
je 100 gBrennwert 3700 kJ / 900 kcal Fett 100 g davon gesättigte Fettsäuren 21 g davon einfach ungesättigte Fettsäuren 41 g davon mehrfach ungesättigte Fettsäuren 38 g Kohlenhydrate 0 g davon Zucker 0 g Eiweiß 0 g Salz 0 g Lagerung: Kühl und lichtgeschützt lagern. Nach Gebrauch gut verschließen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf der Flasche.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.