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- Beschreibung
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Porträt
Ein Rosmarin, der heute zu den Salbeien zählt
Rosmarin kennt fast jeder, sein heutiger botanischer Name dürfte manche überraschen: Salvia rosmarinus. Seit Linné 1753 trug die Pflanze den Namen Rosmarinus officinalis und bildete eine eigene, kleine Gattung. DNA-Untersuchungen, veröffentlicht 2017, zeigten jedoch, dass Rosmarin so eng mit den Salbeiarten verwandt ist, dass die Gattung Salvia mit ihren mehreren hundert Arten ihn einschließt; die Royal Horticultural Society übernahm die neue Einordnung 2019. Der alte Name ist deshalb nicht falsch, sondern ein Synonym und begegnet uns weiterhin in älterer Literatur und im Handel. Der deutsche Name Rosmarin blieb unverändert.
Auch der Name selbst hat zwei Erklärungen. Üblicherweise wird er vom lateinischen ros marinus abgeleitet, „Tau des Meeres“: Als Begründung nennt man, dass die Sträucher an den Küsten des Mittelmeers wachsen. Eine ältere Deutung führt ihn auf das griechische rhops myrinos zurück, „aromatischer Strauch“, wegen des intensiven Dufts. Dazu passt, dass Rosmarin in der Provence „Encensier“ heißt, Weihrauchbaum, und früher als Ersatz für Weihrauch verwendet wurde.
Rosmarin ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler und wird bis zu zwei Meter hoch. Seine schmalen, festen, ledrigen und nadelartigen Blätter bleiben auch im Winter grün; in ihnen steckt das Aroma. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt rund um den Mittelmeerraum, die Pflanze wächst bevorzugt an sonnigen, trockenen und steinigen Standorten. Aus Ägypten, am südöstlichen Rand des Mittelmeerraums, stammt auch unser Rosmarin.
SteckbriefUnser Rosmarin
- Botanischer Name
- Salvia rosmarinus Spenn.
- Botanisches Synonym
- Rosmarinus officinalis L.
- Deutscher Name
- Rosmarin
- Pflanzenfamilie
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Verwendeter Teil
- Blätter (Nadeln)
- Form
- getrocknet, geschnitten
- Herkunft
- Ägypten
- Natürliches Verbreitungsgebiet
- Mittelmeerraum
- Geschmack
- kräftig · warm-würzig · harzig · leicht bitter · fein kampferartig
Rosmarin – immergrün, mit nadelartigen Blättern
WissenWarum „Salvia“?
Weil in der Gattung Salvia der Beiname officinalis schon für den Küchensalbei vergeben ist, behielt die Art nach der Umstellung ihren zweiten Namensteil: rosmarinus. So steht der vertraute Name weiter in der Botanik und der Rosmarin ist trotzdem auf aktuellem Stand.
Rosmarin heißt in der Provence „Weihrauchbaum“ und gehört botanisch zu den Salbeien.
VorgeschmackFür Ofenkartoffeln, Gemüse, Marinaden und Schmorgerichte.
Mehr dazu unter Verwendung →SensorikWie schmeckt Rosmarin?
Rosmarin gehört zu den kräftigeren Küchenkräutern: warme Kräuterwürze, harzige Noten, leichte Bitterkeit und eine feine kampferartige Frische. Der intensive Geruch erinnert entfernt an Kiefernnadeln oder Eukalyptus. Rosmarin verträgt kräftige Speisen gut, sollte aber zunächst eher zurückhaltend verwendet werden, denn schon eine kleine Menge kann ein Gericht deutlich prägen.
Häufig gefragt
Der heute akzeptierte Name lautet Salvia rosmarinus Spenn. Der lange gebräuchliche Name Rosmarinus officinalis L. wird heute als Synonym geführt. Rosmarin gehört damit zur selben Gattung wie der Küchensalbei.
Geschnittener Rosmarin besteht aus kleinen Blattstücken, die Nadelstruktur bleibt sichtbar. Gemahlener Rosmarin ist ein Pulver und verteilt sich gleichmäßiger, lässt aber den Charakter des Krautes weniger erkennen.
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- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Rosmarin in der Küche
Geschnittener Rosmarin eignet sich besonders für Kartoffelgerichte und Ofenkartoffeln, mediterranes Gemüse, Kürbis, Tomatengerichte, Suppen und Eintöpfe, Saucen und Marinaden, Brot und Focaccia, Fleisch-, Fisch- und Grillgerichte, Kräuteröle und mediterrane Kräutermischungen. Besonders harmonisch verbindet er sich mit Knoblauch, Thymian, Oregano, Salbei, Zitrone, Tomate, Olivenöl und Pfeffer.
Rosmarin und Kartoffeln: Eine der einfachsten und schönsten Kombinationen: Das kräftige, harzige Aroma passt besonders gut zu gerösteten und gebackenen Kartoffeln. Mit etwas Öl, Knoblauch und Salz entsteht daraus bereits eine vollständige mediterrane Aromenbasis.
Ein robustes Kraut: Rosmarin eignet sich für Ofengerichte, Schmorgerichte, Suppen und Grillgerichte. Durch das Garen verstärken sich allerdings die enthaltenen Bitterstoffe; wer das nicht mag, gibt die Nadeln erst gegen Ende der Garzeit zu, dann schmeckt das Gericht weniger herb. Wegen des kräftigen, lang anhaltenden Aromas gilt: sparsam beginnen und nach Geschmack nachwürzen.
Geschnitten statt gemahlen: Unser Rosmarin bleibt als Pflanzenstruktur sichtbar. Die geschnittenen Blattanteile lassen sich direkt in Speisen geben, mitgaren, vor der Verwendung etwas zerdrücken oder für feinere Mischungen weiter zerkleinern.
Passt besonders zu Kartoffeln · mediterranes Gemüse · Kürbis · Tomatengerichte · Suppen & Eintöpfe · Marinaden · Brot & Focaccia · Fleisch & Grill · Kräuteröle - Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Rosmarin (Salvia rosmarinus, Syn. Rosmarinus officinalis), getrocknet und geschnitten. Keine weiteren Zutaten.
Herkunft ÄgyptenForm getrocknet, geschnittenQualitätWas bedeutet „geschnitten“?
Nach der Trocknung werden die Rosmarinblätter mechanisch zerkleinert. Dabei entsteht kein feines Pulver, die nadelartige Blattstruktur bleibt zumindest teilweise erkennbar. Bei unserem Produkt gilt: Rosmarin, getrocknet und geschnitten, ohne Extrakte, Trägerstoffe oder Aromen.
Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach dem Öffnen wieder sorgfältig verschließen und vor Feuchtigkeit sowie Fremdgerüchen schützen. Abgefüllt im wiederverschließbaren, lichtgeschützten Aromaschutzbeutel.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.