Selleriesamen ganz, aromaschonend verpackt für die Küche

Selleriesamen stammen vom Sellerie Apium graveolens. Unsere Planteon-Spezifikation bezeichnet die verwendete botanische Form genauer als Apium graveolens var. rapaceum. Die kleinen braunen „Samen“ besitzen ein kräftiges, würziges und leicht herb-bitterliches Selleriearoma. Sie eignen sich besonders für Suppen, Eintöpfe, Gemüsegerichte, Brot und herzhafte Backwaren, Marinaden, Einlegegewürze und eigene Gewürzmischungen.

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Beschreibung
Porträt

Eine Stadt namens Sellerie

An der Südwestküste Siziliens liegen die Tempelruinen von Selinunt, einer der großen griechischen Städte der Antike. Ihr Name stammt von selinon, dem griechischen Wort für wilden Sellerie, der dort einst reichlich wuchs. Auf die Münzen der Stadt prägte man stolz ein Sellerieblatt.

Für die Griechen war Sellerie mehr als ein Küchenkraut. Die Sieger der Nemeischen Spiele, eines der großen Sportfeste der Antike, erhielten keinen Lorbeer, sondern einen Kranz aus Sellerie. Wild wächst die Pflanze bis heute in Europa, gern auf feuchten, salzigen Böden nahe der Küste.

Aus diesem Wildsellerie wurden Knollen-, Stauden- und Schnittsellerie gezüchtet. Die kleinen braunen Selleriesamen stammen von Pflanzen, die man bis zur Blüte stehen lässt. In ihnen steckt das Aroma der ganzen Pflanze, nur konzentrierter.

Steckbrief

Unsere Selleriesamen

Botanischer Name
Apium graveolens L. var. rapaceum
Weitere Namen
Selleriesaat, Sellerie, Eppich, Celery Seed
Pflanzenfamilie
Doldenblütler (Apiaceae)
Verwendeter Teil
Teilfrüchte, handelsüblich „Samen“
Form
ganz, getrocknet
Herkunft
Italien oder Indien, je nach Charge
Geschmack
kräftig würzig, sellerieartig, leicht herb-bitter
Reife Selleriedolde mit kleinen braunen Teilfrüchten Klein wie Staub, kräftig wie die ganze Knolle
Wissen

Warum eine Prise genügt

Selleriesamen gehören zu den kleinsten Gewürzsaaten überhaupt; ein einziges Gramm enthält weit über tausend davon. Botanisch sind es winzige Teilfrüchte, wie bei Fenchel, Kümmel oder Koriander, und jede trägt feine Ölkanäle mit dem Duftstoff, der Sellerie nach Sellerie riechen lässt.

Auf so kleinem Raum ist das Aroma stark konzentriert. Eine Prise Samen würzt so kräftig wie ein ganzes Stück Knolle, schmeckt aber herber und etwas bitterer. Deshalb lieber zu wenig nehmen und nachwürzen, als einen Topf zu übertönen.

Erst Siegerkranz, dann Stadtwappen – heute eine Prise im Suppentopf.

Häufig gefragt

Ja. Sellerie gehört zu den 14 Hauptallergenen, und die Samen enthalten dieselben allergieauslösenden Stoffe wie Knolle und Stange. Wer auf Sellerie reagiert, sollte auch Selleriesamen und Gewürzmischungen damit meiden.

Für das Aroma ja, für die Konsistenz nicht. Selleriesamen bringen den typischen Selleriegeschmack in Suppen, Saucen und Dressings, ohne Gemüsestücke. Wer Sellerie als Gemüse im Gericht haben möchte, braucht Knolle oder Stange.

Nein, unsere Selleriesamen sind ein Gewürz für die Küche. Für den Garten bitte geprüftes Saatgut aus dem Gartenfachhandel verwenden.

Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
Verwendung

Eine Prise Sellerie, ganz ohne Schnippeln.

Suppen und Eintöpfe

Mitkochen und ziehen lassen

In Gemüsebrühe, Kartoffelsuppe, Linsen- oder Bohneneintopf eine Prise ganze Selleriesamen von Anfang an mitkochen. Sie geben ihr Aroma langsam ab und sorgen für die kräftige Grundnote, die sonst ein Stück Sellerieknolle liefert. Für Brühen eignen sie sich besonders, wenn gerade kein frischer Sellerie im Haus ist.

Selleriesalz

Selbst gemörsert

Selleriesamen im Mörser fein zerstoßen und mit grobem Meersalz mischen, etwa ein Teil Samen auf drei Teile Salz. Das Selleriesalz passt zu Tomaten, gekochten Eiern, Ofenkartoffeln und Rohkost, und es ist die klassische Würze für den Rand eines Bloody-Mary-Glases.

Salate und Dressings

Die amerikanische Art

In den USA gehören Selleriesamen in fast jedes Rezept für Coleslaw und Kartoffelsalat. Einen halben Teelöffel ins Dressing rühren und vor dem Servieren einige Zeit ziehen lassen. Auch in Gurkensalat, Eiersalat und Marinaden für Grillgemüse setzen sie einen würzigen Akzent.

Brot und Einlegen

Cracker, Brot und Mixed Pickles

Ganze Selleriesamen passen in Brotteig, Cracker und herzhaftes Gebäck, gern zusammen mit Kümmel oder Fenchel. Beim Einlegen von Gurken, Zwiebeln oder Mixed Pickles gehören sie neben Senfsaat und Dill zu den klassischen Gewürzen im Sud.

Zusammensetzung
Zutat

100 % SELLERIESAMEN (Apium graveolens), ganz. Enthält Sellerie.

Herkunft Italien oder Indien, je nach Charge
Form ganz, getrocknet
Qualität

Saubere Saat, so klein sie ist

Je kleiner ein Samen, desto leichter mischen sich bei Ernte und Drusch Stängelreste, Staub oder Steinchen darunter. Unsere Spezifikation setzt dafür klare Grenzen: mindestens 98 % reine Selleriesamen, höchstens 1,5 % organische und 0,5 % mineralische Fremdbestandteile. Die Restfeuchte liegt unter 12 %, damit die Samen rieselfähig und lagerstabil bleiben.

Die Ware ist nicht bestrahlt und gentechnikfrei. Rückstände und Kontaminanten müssen die europäischen Höchstgehalte einhalten.

Sellerie
Nährwerte

Durchschnittliche Nährwerte

je 100 g
Brennwert392 kcal
Fett25,3 g
davon gesättigte Fettsäuren2,2 g
Kohlenhydrate41,4 g
davon Zucker0,7 g
Balaststoffe11,8 g g
Eiweiß18,1 g

Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern, nach dem Öffnen gut verschließen. Ganze Samen halten ihr Aroma deutlich länger als gemahlene; deshalb erst kurz vor dem Kochen mörsern.

Rechtlicher Hinweis: [Standardtext Lebensmittel-Master]