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Porträt
Ein kleiner Wald aus Schirmen
Beim Polyporus ist es zunächst nicht die Farbe und nicht die Größe eines einzelnen Hutes, die auffällt – es ist die Gemeinschaft. Aus einem kräftigen, vielfach verzweigten Stielsystem entstehen zahlreiche kleine, rundliche Hüte. Jeder sitzt auf seinem eigenen Stielchen, und doch gehören alle zu einem einzigen Fruchtkörper. Bei gut entwickelten Exemplaren können daraus beeindruckende Büschel entstehen.
Sein wissenschaftlicher Artname umbellatus nimmt genau diese Gestalt auf: die schirm- beziehungsweise doldenartige Anordnung seiner vielen Einzelhüte. Im Englischen heißt der Pilz entsprechend „Umbrella Polypore“ – Schirmporling.
SteckbriefUnser Polyporus
- Botanischer Name
- Polyporus umbellatus (Pers.) Fr.
- Deutscher Name
- Eichhase
- Weitere Namen
- Umbrella Polypore · Zhuling (Sklerotium)
- Frühere Bezeichnung
- Grifola umbellata
- Verwendeter Teil
- Fruchtkörper
- Herkunft
- «laut Lieferantenspezifikation»
- Form
- getrocknet, fein vermahlen
- Geschmack
- mild-pilzig · nussig · fein-herb
Fruchtkörper
WissenDer Eichhase
Im Deutschen trägt Polyporus umbellatus einen deutlich rätselhafteren Namen: Eichhase. Unter diesem Namen ist der Pilz seit Langem in der mitteleuropäischen Pilzkunde bekannt. Er wächst bevorzugt im Bereich alter Laubbäume und findet sich insbesondere bei Eichen und Buchen; seine Fruchtkörper erscheinen am Boden beziehungsweise im Bereich von Wurzeln und altem Holz.
Warum ausgerechnet ein „Hase“ daraus wurde, lässt sich nicht mit derselben Sicherheit erklären wie die Schirme seines wissenschaftlichen Namens. Und vielleicht muss man es auch nicht: Manchmal bleibt in einem alten Pilznamen einfach eine Beobachtung früherer Generationen zurück, deren Ursprung sich nicht mehr eindeutig rekonstruieren lässt.
VorgeschmackBesonders schön in Suppen, Brühen, Eintöpfen und herzhaften Saucen.
Mehr dazu unter Verwendung →SensorikWie schmeckt Polyporus?
Junge Fruchtkörper werden als mild bis nussig beschrieben, mit einer feinen herben bis leicht bitteren Note. Als Pulver bleibt der Geschmack eher zurückhaltend, ohne die ausgeprägte Umami-Kraft eines Maitake, und lässt sich deshalb gut in herzhafte Gerichte integrieren – vor allem dort, wo der Pilz begleiten und nicht dominieren soll.
VerborgenesWas unter dem Schirmwald verborgen bleibt
Polyporus besitzt noch eine zweite, von außen zunächst unsichtbare Besonderheit. Unter der Erde kann der Pilz ein festes, knollenartiges Dauerorgan bilden – ein sogenanntes Sklerotium. Daraus können unter geeigneten Bedingungen wiederum neue Fruchtkörper entstehen.
In der chinesischen Tradition ist vor allem dieses unterirdische Sklerotium unter dem Namen Zhuling bekannt. Der oberirdische Schirmwald aus vielen kleinen Hüten ist davon ein anderer, vergänglicher Teil desselben Pilzes – und genau dieser kulinarische Teil interessiert uns hier: der getrocknete Fruchtkörper.
Häufig gefragt
Ein Sklerotium ist ein verdichtetes, widerstandsfähiges Pilzgewebe, das unter ungünstigen Bedingungen lange überdauern kann. Bei Polyporus umbellatus entsteht ein solches knollenartiges Gebilde unter der Erde; in der chinesischen Tradition ist es unter dem Namen Zhuling bekannt. Der oberirdische Fruchtkörper ist davon botanisch zu unterscheiden – für unser Lebensmittel verwenden wir den Fruchtkörper.
Nein. Polyporus umbellatus und Maitake (Grifola frondosa) sind unterschiedliche Pilzarten, auch wenn ihre büschelige Wuchsform auf den ersten Blick ähnlich wirkt und für Polyporus historisch auch der botanische Name Grifola umbellata verwendet wurde.
Nein. Polyporus wird am Markt häufig im Umfeld sogenannter Vitalpilze und als Nahrungsergänzungsmittel angeboten – unser Polyporus-Fruchtkörperpulver ist davon unabhängig ein Lebensmittel für die Küche.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Polyporus in der Küche
Das fein vermahlene Pulver lässt sich unkompliziert in warme Speisen einrühren oder direkt mitkochen. Sein mild-nussiger und fein-herber Charakter passt besonders gut zu Gemüse, Kartoffeln, Reis und herzhaften Brühen; auch mit anderen Speisepilzen lässt sich Polyporus gut kombinieren. Wir empfehlen das Pulver für Speisen, die erhitzt werden.
Passt besonders zu Suppen & Brühen · Gemüsegerichte · Reis & Risotto · Kartoffelgerichte · Pasta · herzhafte Saucen · PilzmischungenMenge ½–1 TL pro Portion (ca. 1–2 g), als OrientierungErgiebigkeit 50–100 Anwendungen pro 100-g-Packung - Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Polyporus umbellatus, Fruchtkörper. Keine weiteren Zutaten.
Herkunft «laut Lieferantenspezifikation»Verarbeitung getrocknet, fein vermahlenQualitätFruchtkörper, nicht Sklerotium
Polyporus kann als Fruchtkörper, Myzel oder Sklerotium auftreten – und diese Teile sind weder botanisch noch lebensmittelrechtlich austauschbar. Das feste, unterirdische Sklerotium ist in der chinesischen Tradition unter dem Namen Zhuling bekannt; es ist ein anderer Pflanzenteil als der oberirdische, essbare Fruchtkörper mit seinen vielen kleinen Hüten. Für unser Pulver verwenden wir ausschließlich diesen getrockneten Fruchtkörper: kein Myzel, kein Sklerotium, kein Extrakt.
Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach dem Öffnen wieder gut verschließen und vor Feuchtigkeit schützen. Abgefüllt im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.