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Porträt
Vom weißen Schopf zur schwarzen Tinte
Der junge Schopftintling sieht aus, als trüge er eine weiße, etwas zerzauste Mütze: Sein zunächst walzenförmiger Hut ist von abstehenden Schuppen bedeckt. Kaum ein anderer Speisepilz verändert sich mit der Reife so sichtbar. Die anfangs weißen Lamellen färben sich zunächst rosa, dann schwarz, und der Hut löst sich vom Rand her selbst auf – ein natürlicher Vorgang, der Autolyse heißt. Am Ende bleibt eine schwarze, tintenartige Sporenmasse zurück.
SteckbriefUnser Coprinus
- Botanischer Name
- Coprinus comatus (O.F. Müll.) Pers.
- Deutscher Name
- Schopftintling
- Weitere Namen
- Tintenpilz · Spargelpilz
- Familie
- Agaricaceae – Champignonverwandte
- Verwendeter Teil
- Fruchtkörper
- Herkunft
- China
- Form
- getrocknet, fein vermahlen
- Geschmack
- mild-pilzig · fein · zurückhaltend
Fruchtkörper
WissenEin Pilz mit kurzem Zeitfenster
Kulinarisch geschätzt wird der Schopftintling nur jung, solange Hut und Lamellen noch weiß und fest sind. Nach der Ernte reift er rasch weiter und beginnt zu zerfließen; frisch muss er deshalb zügig verarbeitet werden. Getrocknet und fein vermahlen wird aus dem Pilz mit dem kurzen Zeitfenster eine Zutat, die sich unabhängig vom Erntetag verwenden lässt. Unsere Ware stammt aus China.
VorgeschmackBesonders schön in Suppen, hellen Saucen, Risotto und Gemüsegerichten.
Mehr dazu unter Verwendung →SensorikWie schmeckt Coprinus?
Der Geschmack ist mild und fein-pilzig, deutlich zurückhaltender als bei kräftigen Waldpilzen. Das Pulver lässt sich deshalb gut mit milden Zutaten kombinieren, ohne deren Eigencharakter zu überdecken – etwa mit Kartoffeln, Reis, Pasta, Gemüse und hellen oder cremigen Saucen.
TraditionEin Pilz, der Tinte macht
Beim Tintling ist der Name kein Bild, sondern eine Beschreibung: Wenn sich der Hut auflöst, entsteht eine schwarze Flüssigkeit, und mit dieser Flüssigkeit hat man früher tatsächlich geschrieben.
Auch die übrigen Namen halten eine Beobachtung fest. Comatus geht auf das lateinische coma, „Haar“, zurück – der Pilz trägt einen Schopf; im Englischen heißt er „lawyer's wig“, Anwaltsperücke. Im Deutschen kommt der Spargel dazu: Die langen, weißen Stiele ähneln weißem Spargel, und auch das feine Aroma des jungen, frischen Pilzes wird in der Pilzliteratur damit verglichen.
Häufig gefragt
Nein. Früher wurden fast alle Tintlinge zur Gattung Coprinus gezählt. DNA-Untersuchungen zeigten jedoch, dass der Schopftintling nur entfernt mit den übrigen verwandt ist und zu den Champignonverwandten gehört; der Faltentintling (Coprinopsis atramentaria) wurde einer anderen Gattung zugeordnet.
Nein. Coprinus wird im Handel häufig im Umfeld sogenannter Vitalpilze und als Nahrungsergänzungsmittel angeboten – unser Coprinus-Fruchtkörperpulver ist davon unabhängig ein Lebensmittel für die Küche.
Nein. Für dieses Produkt werden ausschließlich getrocknete und fein vermahlene Fruchtkörper verwendet. Myzel, Kultursubstrat und Trägerstoffe sind nicht Bestandteil des Pulvers.
- Unsere angebotenen Produkte werden nur für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere hergestellt und verkauft. Weitere Informationen
- Laut Deutschem Futtermittelgesetz sind Kräuter keine Arzneimittel, sondern Futtermittel. Deshalb ist es uns nicht erlaubt, krankheitsbezogene Angaben zu den angebotenen Produkten zu machen. Mehr dazu findet ihr hier: Warum wir nur noch bedingt Kräuterbeschreibungen einstellen dürfen
- Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
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Küchenpraxis
Coprinus in der Küche
Das fein vermahlene Pulver lässt sich unkompliziert in warme Speisen einrühren und mitgaren. Sein mildes Aroma eignet sich für Gerichte, in denen eine feine Pilznote erwünscht ist, ohne dass der Pilz die Hauptrolle übernimmt. Wir empfehlen das Pulver ausschließlich für Speisen, die erhitzt werden.
Passt besonders zu Suppen & Brühen · helle und cremige Saucen · Reis & Risotto · Pasta & Gnocchi · Kartoffelgerichte · Gemüsegerichte · herzhafte FüllungenMenge ½–1 TL pro Portion (ca. 1–2 g), als OrientierungErgiebigkeit 50–100 Anwendungen pro 100-g-Packung - Zusammensetzung
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Rohstoff
100 % Coprinus comatus (Schopftintling), Fruchtkörper. Keine weiteren Zutaten.
Herkunft ChinaVerarbeitung getrocknet, fein vermahlenQualitätDer Speisepilz selbst
Für unser Pulver verwenden wir ausschließlich getrocknete Fruchtkörper – den Teil des Pilzes, der auch frisch als Schopftintling gegessen wird. Das Pilzgeflecht, das Myzel, das im Boden oder Kultursubstrat wächst, ist ein anderer Bestandteil des Organismus und wird für dieses Produkt nicht verwendet; ebenso wenig Substrat oder Trägerstoffe. Im Beutel befindet sich also nur eines: der Schopftintling selbst.
Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Nach dem Öffnen wieder gut verschließen und vor Feuchtigkeit schützen. Abgefüllt im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.
Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Unsere Produkte dienen der Ernährung. Dosierungsangaben sind Richtwerte, jeder Organismus reagiert individuell. Bei Vorerkrankungen, bekannten Unverträglichkeiten, Schwangerschaft oder Stillzeit empfehlen wir vorab Rücksprache mit Arzt oder Ärztin. Angaben zur Anwendung ersetzen keine ärztliche Beratung.