Pflanzenportrait
Die Eibischwurzel stammt von der mehrjährigen Pflanze Althaea officinalis aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Bereits der botanische Name leitet sich vom griechischen „altho“ („pflegen, lindern“) ab – ein Hinweis auf die lange kulturgeschichtliche Bedeutung der Pflanze.
Für dieses Produkt wird ausschließlich die Wurzel verwendet. Nach der Ernte wird sie schonend getrocknet und naturbelassen geschnitten. Das Wurzelmaterial besitzt eine helle, beige-bräunliche Färbung, eine feste Struktur und ist geruchsneutral bis mild erdig.
Charakteristische pflanzeneigene Stoffgruppen
Die Eibischwurzel ist besonders reich an:
- Schleimstoffen (Polysaccharide) – quellen in Wasser und bilden eine gelartige Konsistenz
- Flavonoiden (sekundäre Pflanzenstoffe)
- Pektinen (pflanzliche Gelierstoffe)
- Stärke
- Gerbstoffen
- ätherischen Begleitstoffen
Diese Stoffgruppen prägen den milden, reizarmen Charakter der Wurzel und machen sie zu einem geschätzten Bestandteil sensibler Fütterungskonzepte.
Traditionelle Verwendung (überliefert)
In der europäischen Pflanzenkunde wurde Eibischwurzel traditionell zeitlich begrenzt eingesetzt im Zusammenhang mit::
- den Atemwegen,
- dem Magen,
- sowie der Pflege von Schleimhäuten.
Diese Angaben beruhen ausschließlich auf kultur- und ethnobotanischer Überlieferung.