Amerikanische Rotulmenrinde (Slippery Elm Bark) gemahlen – Ulmus rubra

Einzelfuttermittel

Unsere gemahlene Rotulmenrinde stammt aus der inneren Rinde der Ulmus rubra, auch bekannt als Slippery Elm Bark (SEB).

Sie zeichnet sich durch ihren hohen natürlichen Gehalt an Schleimstoffen (Mucilaginosa) aus. Bei Kontakt mit Wasser bildet das Pulver eine weiche, gelartige Konsistenz und wird in Fütterungskonzepten geschätzt, in denen bindende und strukturgebende Pflanzenstoffe zum Einsatz kommen.

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Beschreibung
Porträt

Die schlüpfrige Ulme

In Nordamerika heißt die Rotulme Slippery Elm, schlüpfrige Ulme. Wer ihre innere Rinde mit Wasser anrührt, versteht den Namen sofort: Aus dem hellbraunen Pulver wird in wenigen Minuten eine weiche, glitschige Masse. Verantwortlich sind Schleimstoffe, die in der Bastschicht unter der harten Borke sitzen.

Die Menschen Nordamerikas kannten diese Rinde lange vor den europäischen Siedlern. Zu einem dicken Brei gekocht, diente sie in kargen Zeiten als Nahrung. Überliefert ist sogar, dass sich Soldaten im harten Winter von Valley Forge 1777 damit über Wasser hielten.

Die Rotulme selbst ist ein Laubbaum der Wälder im Osten Nordamerikas, wie alle Ulmen vom Ulmensterben bedroht. Unsere fein gemahlene innere Rinde stammt aus Amerika.

Steckbrief

Unsere Rotulmenrinde

Botanischer Name
Ulmus rubra Muhl. (syn. Ulmus fulva Michx.)
Weitere Namen
Amerikanische Rotulme, Rot-Ulme, Slippery Elm, Red Elm
Pflanzenfamilie
Ulmengewächse (Ulmaceae)
Verwendeter Teil
innere Rinde (Bast)
Form
getrocknet, fein gemahlen
Herkunft
Amerika
Geruch und Geschmack
mild, leicht süßlich, etwas nussig
Geeignet für
Pferde, Hunde, Katzen
Rotulmenrinde Rotulmenrinde
Im Futter

Wofür füttert man Rotulmenrinde?

Rotulmenrinde wird traditionell zur Unterstützung der natürlichen Verdauung gefüttert. Den Ausschlag geben ihre Schleimstoffe: Sie binden Wasser und machen aus dem Pulver eine weiche, gleitfähige Masse, die sich gut unter das Futter mischen lässt.

Weil sie mild schmeckt, wird sie meist gut angenommen, auch von Katzen. Entscheidend ist nur, dass sie immer angerührt und gequollen gefüttert wird, nie als trockenes Pulver.

Wissen

Nur die innere Rinde

Ein Ulmenstamm hat zwei Rindenschichten. Außen sitzt die harte, gefurchte Borke, die den Baum schützt; sie ist holzig und für die Fütterung wertlos. Darunter liegt der weiche Bast, die innere Rinde, und nur sie enthält die Schleimstoffe, für die die Rotulme bekannt ist.

Diese Schicht ist zugleich die Lebensader des Baumes. Wird ein Stamm rundherum geschält, stirbt er. Deshalb kommt es bei Rotulmenrinde mehr als bei fast jedem anderen Rohstoff darauf an, woher sie stammt und wie sie gewonnen wurde.

Erst Notbrot der Wälder, heute eine Quellmasse für den Napf.

Häufig gefragt

Weil ihre Schleimstoffe erst mit Wasser zu einer weichen Masse quellen. Trocken gefüttert würde das Pulver diese Flüssigkeit erst im Körper aufnehmen. Deshalb immer mit lauwarmem Wasser verrühren, einige Minuten quellen lassen und dann unter das Futter mischen. Frisches Trinkwasser muss stets bereitstehen.

Nicht gleichzeitig. Die Schleimstoffe können die Aufnahme anderer Stoffe verzögern. Bekommt das Tier Medikamente über das Maul, sollte zwischen Medikament und Rotulmenrinde ein Abstand von etwa zwei Stunden liegen. Bei dauerhaft notwendigen Medikamenten den Fütterungsplan mit dem Tierarzt abstimmen.

Nein. Feld-, Berg- und Flatterulme sind eigene Arten mit anderer Rinde. Die ausgeprägte Schleimbildung ist vor allem für die Amerikanische Rotulme beschrieben, deshalb verwenden wir ausschließlich Ulmus rubra.

Dosierungs- und Anwendungsempfehlung
Fütterungspraxis

Erst anrühren, dann füttern.

Fütterung

So wird Rotulmenrinde gefüttert

Die Tagesmenge abwiegen und mit der drei- bis fünffachen Menge lauwarmem Wasser glatt verrühren. Fünf bis zehn Minuten quellen lassen, bis eine weiche, zähflüssige Masse entsteht, und diese unter das gewohnte Futter mischen. Beim Pferd eignet sich ein Mash oder angefeuchtetes Kraftfutter, bei Hund und Katze Nassfutter.

Die Quellmasse immer frisch zubereiten und gleich verfüttern; Reste nicht aufheben. Mit einer kleinen Menge beginnen und frisches Trinkwasser stets bereitstellen.

Tagesmenge
Pferde
Pferdpro Tag
Pony, Kleinpferdbis ca. 400 kg5–10 g
Großpferdab ca. 400 kg10–20 g
Hunde
Hundpro Tag
5 kg0,3–0,5 g
10 kg0,5–1 g
20–30 kg1–2 g
Katzen
Katzepro Tag
Erwachsene Katzeca. 3–6 kg0,2–0,4 g

Dauer: [x – laut THP]. Messhilfe: 1 gestrichener Teelöffel ≈ [x] g. Für Katzen und kleine Hunde lohnt eine Feinwaage, denn Löffelmaße schwanken bei feinem Pulver stark.

Ergiebigkeit
Großpferd, 10–20 g 100 g ≈ 5–10 Tage
Pony, 5–10 g 100 g ≈ 10–20 Tage
Hund, 20–30 kg 100 g ≈ 7–14 Wochen
Katze 100 g ≈ 8–16 Monate

Für Hund und Katze reicht ein kleiner Beutel lange, beim Pferd lohnt die größere Packung.

Bitte vorher Rücksprache halten mit Tierarzt oder Tierheilpraktiker bei tragenden Stuten, säugenden Hündinnen und Katzen, Fohlen, Welpen und Kitten sowie bei Tieren, die regelmäßig Medikamente über das Maul bekommen. Zwischen Medikament und Rotulmenrinde etwa zwei Stunden Abstand halten.

Zusammensetzung
Rohstoff

Einzelfuttermittel. 100 % Amerikanische Rotulmenrinde (Ulmus rubra), innere Rinde, getrocknet und fein gemahlen. Keine weiteren Zutaten.

Herkunft Amerika
Form innere Rinde, fein gemahlen
Qualität

Die richtige Ulme, die richtige Schicht

Rotulmenrinde wird im Handel nicht immer sauber getrennt angeboten: Manche Ware enthält Borke oder stammt von anderen Ulmenarten. Beides schmälert gerade das, worauf es ankommt, die Quellfähigkeit. Unsere Ware ist ausdrücklich die innere Rinde von Ulmus rubra.

Weil die Gewinnung der inneren Rinde in das lebende Gewebe des Baumes eingreift, lassen wir uns Herkunft und Gewinnung vom Lieferanten dokumentieren.

Amerikanische Rotulme
Analytische Bestandteile
Rohfaser ca. 10–15 %
Rohprotein ca. 3–5 %
Rohfett ca. 3–6 %
Rohasche ca. 1–2 %

Lagerung: Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern, nach dem Öffnen gut verschließen und nur mit einem trockenen Löffel entnehmen. Das feine Pulver zieht Feuchtigkeit an und beginnt sonst schon im Beutel zu quellen. Angerührte Quellmasse nicht aufbewahren.

Rechtlicher Hinweis: Unsere Produkte sind Futtermittel, keine Arzneimittel. Wir beschreiben, welche Rolle sie in der Tierernährung spielen. Bei gesundheitlichen Beschwerden gehört das Tier zuerst in tierärztliche Hände. Unsere Produkte sind für Tiere bestimmt, die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen. Bei Pferden heißt das: nur für Equiden, die im Equidenpass als nicht zur Schlachtung bestimmt eingetragen sind.

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