Pektinreicher Faserträger
Apfeltrester enthält von Natur aus einen hohen Anteil an Pektinen, die zu den löslichen Ballaststoffen zählen. Pektine werden im Dickdarm durch die dort ansässigen Mikroorganismen fermentiert. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren, die Bestandteil des normalen Stoffwechsels im Dickdarm sind.
Aufgrund dieser Eigenschaften gilt Apfeltrester als präbiotischer Faserträger und wird traditionell zur Ergänzung ballaststoffarmer Rationen eingesetzt.
Apfeltrester und Zucker – sachliche Einordnung
Beim Pressen der Äpfel gehen über 75–90 % der löslichen Zucker (Glukose, Fruktose, Saccharose) in den Saft über.
Der verbleibende Trester enthält daher im Vergleich zur Ausgangsfrucht deutlich weniger Zucker.
Ein Großteil der im Apfeltrester enthaltenen Kohlenhydrate liegt in Form von Zellwandpolysacchariden (u. a. Pektine) vor, die erst im Dickdarm fermentiert werden. Apfeltrester wird daher traditionell auch bei stoffwechselempfindlichen Pferden in moderaten Mengen eingesetzt.
Inhaltsstoffe (naturbedingt)
Apfeltrester enthält von Natur aus unter anderem:
- lösliche und unlösliche Ballaststoffe (v. a. Pektine)
- Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor
- Spurenelemente (z. B. Eisen, Zink)
- Vitamine (u. a. Vitamin A-Vorstufen, Vitamin E-Begleitstoffe)
- sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Phenole und Phlorizin
Die Zusammensetzung kann je nach Apfelsorte und Ernte naturbedingt schwanken.
Traditionelle Einordnung (überliefert)
Apfeltrester wird traditionell verwendet und kann zur ernährungsphysiologischen Unterstützung beitragen von
- der Darmwand
- dem Darmmilieu
- dem Immunsystem
Diese Angaben beruhen ausschließlich auf kultur- und ethnobotanischer Überlieferung
Einsatz in der Tierernährung
Apfeltrester wird traditionell eingesetzt
- zur Ergänzung der Ballaststoffversorgung
- zur Unterstützung einer faserreichen Fütterung
- zur Verbesserung der Futterakzeptanz
- als Träger für Zusatzfuttermittel
Er eignet sich für Pferde, Hunde und – in kleinen Mengen – auch für Katzen.